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Lehrstuhl für Raumfahrttechnik | Prof. Dr. rer. nat. U. Walter
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Thermal

Das Thermalkontrollsystem (Thermal Control System TCS) des Satelliten sorgt dafür, dass sich während aller Betriebsphasen des Satelliten die Temperaturen aller Bauteile innerhalb der für sie jeweils zulässigen Grenzen bewegen. Dies muss nicht nur während des nominalen Betriebs der Fall sein, sondern auch während der Inbetriebnahme sowie in evtl. “Safe Mode” Phasen.

Bisher wurden im Rahmen dieses Subsystems des Satelliten analytische Untersuchungen vorgenommen. Diese ergaben, dass der Satellit sowohl in ständiger Dunkelheit, als auch im permanenten Sonnenlicht nicht überlebensfähig wäre. In der realen Situation mit ständigem Wechsel von Licht und Schatten (Orbitdauer ca. 93 Minuten) hingegen ist das Überleben prinzipiell unter der Voraussetzung ausreichender Isolation machbar.

Tiefergehende numerische Computeranalysen wurden dann mit Hilfe der Firma Active Space Technologies durchgeführt. Diese ergaben mit einem ersten Thermallayout leicht überhöhte Temperaturen für alle Subsysteme, lediglich die Drallräder wurden laut Simulation aufgrund ihrer suboptimalen Befestigung mit dem Satellitenbus deutlich zu heiß.

Als Reaktion of diese Simulationsergebnisse wurde eine dritte Radiatorenfläche in das Design eingebracht; das Layout sowie die Anbringung der Drallräder wurde geändert.

Vorläufiges Thermalmodell von BayernSat Vorläufiges Thermalmodell von BayernSat
Abb. 1: Vorläufiges Thermalmodell von BayernSat

Elektronik-Temperaturen (blau = Drallräder)
Abb. 2: Elektronik-Temperaturen (blau = Drallräder)

Bus-Temperaturen
Abb. 3: Bus-Temperaturen

Tiefergehende Analysen werden in den kommenden Monaten mit Hilfe der beratenden Unterstützung von CASE und Kayser-Threde aus München erstellt werden. Dazu wird die bekannte Analysesoftware Thermica eingesetzt.

 

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